Tunesien als Erfolgsmodell des Arabischen Frühlings

Erst vor wenigen Tagen durften wir mit der Auschwitz-Überlebenden Trude Simonsohn ein ergreifendes Gespräch führen. Das Treffen mit ihr fand einen Tag dem Jahrestag zur Reichspogromnacht, die sich vor 76 Jahren in Deutschland ereignete, statt. Es wurde uns aus allernächster Nähe dieses schreckliche Kapitel der Vergangenheit Deutschlands wieder vor Augen geführt. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und ihr und allen weiteren Gesprächs- und Kooperationspartnern nochmals unseren herzlichen Dank aussprechen. Dies wird nicht die letzte Veranstaltung der Montagsgesellschaft gewesen sein, bei der wir uns kritisch und reflektierend mit der deutschen Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Frau Simonsohns Worte „Die Zeit in Auschwitz habe ich im seelischen Wachkoma erlebt“, werden uns allen in Erinnerung bleiben.

Unser nächstes Diskussionsthema führt uns in ein Land, dass die meisten als wunderschöne Urlaubsregion kennen: Tunesien. Nach den Wahlen stellt sich dort und nicht nur dort die Frage, ob das „kleine“ Tunesien als Modelstaat für die gesamte Region, also ganz Nord-Afrika dienen kann? Weiter gefasst: Kann Tunesien mit seiner einzigartigen Ausrichtung von Glaubens- und Gewissenfreiheit in der arabischen Welt, mit der Gleichstellung von Mann und Frau Vorbild für eine friedvollere Welt sein und werden?

Wir werden bei unserem nächsten Treffen entsprechend wieder einen internationalen Kontext fokussieren.

Unser Thema:

Tunesien als Erfolgsmodell des Arabischen Frühlings.
Wie interkulturelle und religionsübergreifende Integration in einem Staat mit zunehmend säkularen Strukturen in der Region Nord-Afrika erfolgreich umgesetzt wird.

Unsere Gesprächspartner sind:

Dr. Andreas Reinicke
Deutscher Botschafter in Tunesien

Thomas Schiller
Bis 2011 Leiter des Regionalprogramms Politischer Dialog Maghreb der Konrad Adenauer Stiftung und Autor zahlreicher Publikationen zum Nahen Osten und des Maghreb-Raums

Alexander Göbel
Leiter des ARD-Studios für Nord- und Westafrika in Rabat

Unsere Kooperationspartner sind das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), das diese Veranstaltung als Teil der Reihe „Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog“ versteht. Ferner ist das Mitglied des Vereins Montagsgesellschaft, das Diplomatic Council e.V., als Kooperationspartner dieser Veranstaltung einbezogen.

Wir bitten um Ihre Zu- bzw. Absage bis 12:00 Uhr am Tag des Treffens per E-Mail an info@montagsgesellschaft.de. Die Gästeliste wird nach dem Prinzip „first come, first served“ zusammengestellt. Mitglieder des Vereins Montagsgesellschaft werden selbstverständlich bevorzugt berücksichtigt.
Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Termin
25. November 2014, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
wird noch bekannt gegeben