"Bewohner zu sein, macht einen noch nicht zum Bürger": Respekt und Engagement - Rückgrat der Gesellschaft oder Auslaufmodell?

Drei Erkenntnisse des Abends:

Erkenntnis #1: Respekt ist eine Demutsbezeugung anderen gegenüber.

Fehlender Respekt gegenüber den Mitmenschen ist alltäglich. Respektlosigkeit fängt bereits bei Kleinigkeiten an: Überall dort, wo die Wertschätzung des Menschen verletzt wird. Der respektvolle Umgang hat somit auch eine politische Dimension: Er wirkt der Teilung unserer Gesellschaft, unseres Gemeinwesens entgegen.  

Erkenntnis #2: Erziehung und Disziplin sind der Schlüssel zu einem respektvollen Umgang.  

Bildung ist der Schlüssel und der Kern von Vielem. Doch um Respekt zu erlernen, braucht es mehr: eine gute Erziehung. Kindergärten und Schulen sind nicht in der Lage eine gute Erziehung durch das Elternhaus zu ersetzen.
Und die Disziplin? Auch sie wird durch das Elternhaus erlernt und in Bereichen wie dem Sport weiter gefördert. Das Wort Disziplin darf nicht negativ besetzt sein – wer diszipliniert ist, wertschätzt sein Gegenüber.         

Erkenntnis #3: Wer andere wertschätzt, hält Zusagen ein.

Wer andere respektiert und wertschätzt, hält Zusagen ein. Dies fängt im Kleinen an, zum Beispiel beim Thema Pünktlichkeit und Verlässlichkeit. Aber auch im großen gesellschaftlichen Kontext müssen Zusagen eingehalten werden: So ist es ein existentieller Bestandteil der Bürgergesellschaft, dass Leute, die mehr haben, sich auch mehr engagieren als Leute, die wenig haben. Respekt und Engagement sind der Kitt eines funktionierenden Gemeinwesens.    

 

Es diskutierten:

Wolfgang Kubicki MdB, Vizepräsident des deutschen Bundestages und stellv. Bundesvorsitzender der FDP

Stephan Görner, Frankfurter Maßdesigner und Mitinitiator der Aktion „Kleider machen Leute“

Ena Ramusovic, hat Großes vor: die erst 20-Jährige setzt sich leidenschaftlich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein, ist engagiertes SPD-Mitglied und möchte selbst einmal im Bundestag sitzen

Moderation: Stefan Hund, Pfarrer, Podcaster und Evangelischer Seelsorger, Klinikum Darmstadt

Termin
22. Oktober 2018, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
Frankfurter Volksbank eG
Börsenstraße 7-11
60313 Frankfurt am Main
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