Zukunftsmodell oder "Lame Duck": Europa 2019 - In Vielfalt geeint oder zum Scheitern verurteilt?

Die Erkenntnisse des Abends:

Anders als sonst an dieser Stelle üblich, wollen wir den Abend nicht in den gewohnten „Drei Erkenntnissen“ zusammenfassen. Bei einem „Pulse of Europe“-Initiator, einem „Europäer der ersten Stunde“ und vier Europa-Politikern wäre das auch vermessen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit versuchen wir es stattdessen mit einer kleinen „Zusammenfassung in Zitaten“ – in der Hoffnung, auf diesem Wege die lebhafte Veranstaltung zumindest in Ansätzen noch einmal Revue passieren lassen zu können.

Im Folgenden also eine kleine „Zusammenfassung in Zitaten“ mit ausgewählten (und zum Teil sinngemäß wiedergegebenen) Wortbeiträgen unserer Podiumsgäste:

 

Dr. Günther Beine:

„Der Urgedanke Europas entstand nach den Schrecken des zweiten Weltkrieges. Er lautete: Was wir erlebt haben, darf nie wieder passieren!“

„Nicht die Menschen sind es, die gegeneinander aufwiegeln, sondern die Staaten. Deswegen muss das staatliche Denken überwunden werden.“

„Zuallererst bin ich Hamburger, daneben bin ich aber auch noch Hesse, Deutscher und eben auch Europäer. Das geht alles zusammen und ist kein Widerspruch.“  

 

Dr. Daniel Röder:

„Wir erleben aktuell eine zunehmende Enthemmung, die im Internet begann und nun von einigen auf die Straße getragen wird. Unsere Demokratie hält antidemokratische Bewegungen aber nicht von alleine aus, sondern nur dann, wenn die Träger der Demokratie auch entschieden für sie eintreten.“

 

Verena David (CDU):

„Solidarität und Toleranz sind die Fundamente Europas. Angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen braucht es mehr europäischen Zusammenhalt nach innen und mehr Geschlossenheit nach außen.“

 

Marlies von der Malsburg (SPD):

„Der europäische Binnenmarkt funktioniert bereits sehr gut. Jetzt braucht es einen gemeinsamen europäischen Arbeitsmarkt und eine gemeinsame Sozialpolitik. Beides würde den Bürgern mehr soziale Sicherheit garantieren und die EU würde Vertrauen zurückgewinnen.  

 

Dr. Rudolf Pietzke (FDP):

„Arbeitsmarkt und Sozialpolitik müssen gerade nicht auf europäische Füße gestellt werden. Bis heute sind die drängenden europäischen Finanzprobleme ungelöst, das Prinzip der Subsidiarität muss wieder stärker zum Tragen kommen. So etwas wie die Finanzkrise um Griechenland darf nicht noch einmal passieren.“

 

Miriam Dahlke MdL (Die Grünen):

„Die größte Herausforderung für Europa ist der Klimawandel. Zwar ist Politik nicht so einfach, um das eine größte Problem zu benennen. Dennoch muss die EU ihre Außen- und Umweltpolitik auf die Bekämpfung des Klimawandels ausrichten.“

Termin
20. Mai 2019, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort
Europäische Schule Rhein-Main
Aula
Theodor-Heuss-Straße 65
61118 Bad Vilbel
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