Was ist bloß aus dem öffentlichen Raum in Deutschlands Städten geworden?

Was ist bloß aus dem öffentlichen Raum in Deutschlands Städten geworden?

Seit der Erfindung der Stadt waren die öffentlichen Räume prägende und sinnstiftende Orte, die der politischen Manifestation und Kommunikation ihrer Bewohner dienten. Zudem besaßen sie ihrer Bedeutung entsprechend einen hohen materiellen und ästhetischen Wert. Dieser drückte sich nicht nur durch die meist zentrale Lage in der Mitte der Stadt aus, sondern auch und gerade durch ihre behutsame und materiell qualitätsvolle Gestaltung.

Schaut man auf und in deutsche Städte, scheinen diese Werte und räumlichen Qualitäten des öffentlichen Raums seit einigen Jahren mehr und mehr verloren zu gehen. Städtische Räume verkommen immer mehr zu reinen infrastrukturellen und verkehrsbestimmten Orten, die zusehends der reinen Durchquerung dienen ohne Verweil- oder gar Aufenthaltsqualitäten. Andere gar werden zu sozialen Brennpunkten geprägt von Drogensucht, Kriminalität und zunehmender Obdachlosigkeit.

Die Pandemie, die wir alle gerade durchleben, weist noch einmal auf den bitteren Verlust der Bedeutung des öffentlichen Raums hin. Können wir seine vollends ästhetische Kapitulation verhindern und noch einmal zurückkehren zur gesellschaftlichen Sinnstiftung und Schönheit des öffentlichen Raums?

 

Begrüßung:

Prof. Dr. Wolfgang Böhm, Urban Future Forum zusammen mit Dr. Stefan Söhngen, Vorsitzender Montagsgesellschaft e.V.

Podiumsdiskussion:

Stadtrat Markus Frank, Stadt Frankfurt am Main

Prof. Helmut Kleine-Kraneburg, Architekt

Dr. Imke Wieters, Ärztin

Moderation:

Dr. Matthias Alexander, Redakteur der FAZ

 

https://youtu.be/JFo1HkvnJeg

Termin
22. Februar 2021, 20:00 Uhr
Veranstaltungsort
YouTube Live Stream
https://youtu.be/JFo1HkvnJeg